01.11.2015, Staatsbürger in Motorradkluft fordern ihr Recht auf Eigenverantwortung
Stop den Repressionen: Diesem Aufruf zur dritten Motorrad–Landsgemeinde sind rund 200 Motorradfreunde am vorletzten Samstag im September ins freiburgische Murten gefolgt. Ursprünglich als Parteiveranstaltung der SPV erfunden, haben nach den Jahren 2011 und 2013 die Schweizerische Motorrad Föderation (FMS) und die Interessengemeinschaft Motorrad (IGM) die Neuauflage gemeinsam in die Hände genommen, um im Vorfeld der Eidgenössischen Wahlen auf dringende Anliegen der Töfffahrer aufmerksam zu machen. Dass der spezielle Event trotz der diesmal recht überschaubaren Anzahl der Teilnehmer zum Klassiker taugen kann, wurde an der solidarischen Atmosphäre im wasserdichten Versammlungszelt spürbar. In seinen Begrüssungsworten griff Walter Wobmann in seiner Doppelfunktion als FMS-Präsident und Nationalrat die positive Grundstimmung auf, indem er erneut den unabdingbaren Zusammenhalt unter Motorradfahrern betonte. Ausdrücklich lobte Wobmann die fruchtbare parteiübergreifende Zusammenarbeit mit seinem motorradbegeisterten Kollegen Nationalrat Dominique de Buman, der ebenso wie IG-Vizepräsident Bernard Niquille das Wort an die Romands richtete.
Die Motorrad-Landsgemeinde verabschiedet die Resolution (Foto: H. Zimmermann)
An die partnerschaftlichen Gedanken anknüpfend stelle IG-Vorstandsmitglied Hanspeter Lang eine Reihe von Fragen nach dem Wesen und Werden des Motorradfahrens in der Schweiz. Viel Verbesserungsbedarf sieht Lang in der Kommunikation aller Verkehrsteilnehmer, die von mehr Umsicht und gegenseitigem Respekt bestimmt werden müsse.
Den bisher eher vernachlässigten und doch immens wichtigen Aspekt der Menschlichkeit bei Verkehrsbussen brachte die Präsidentin des Vereins viahumana Anja Tschopp zum Ausdruck. „Maschinelle Bestrafung“, bei der das fahrerische Vorleben unbeachtet bleibe und die Existenzen bedrohe, verfehle den Sinn von Bussen, so die Rednerin.
In der verabschiedeten Resolutionsschrift sind einige Teilerfolge wie verbesserte Strassensicherheit und das erfolgreiche Referendum gegen eine Verteuerung der Autobahnvignette vermerkt. Doch bringt das Papier auch zum Ausdruck, dass die Wunschliste des Motorradvolks noch lange nicht abgearbeitet ist: Flächendeckende Verbote, etwa als Mittel gegen Raser, sind ebenso abzulehnen wie staatlich verordnete Schikanen und „Blechpolizisten“, die Sicherheit vorspiegeln.
Weiterhin fordert die Motorrad-Landsgemeinde unter anderem die Erlaubnis der Kolonnenpassage, mehr und gebührenfreie Parkplätze in den Städten und die überfällige Aufhebung des Rundstreckenrennverbots. So steht das für Murten gewählte Motto ganz im Zeichen bürgerlicher Eigenverantwortung.
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